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Streichinstrumente

Die Streichinstrumente sind Saiteninstrumente, bei denen die Saiten mit einem Stab oder am häufigsten mit einem Streichbogen durch Darüberstreichen in Schwingungen versetzt werden.

Die Saitenschwingungen werden zur Tonerzeugung auf einen Resonanzkörper übertragen.

Violine (Geige)

Die Violine ist das kleinste und das am höchsten klingende Instrument unter den Streichinstrumenten, im Volksmund auch Geige genannt.

Anfang des 16. Jahrhundert ist die Violine, als eine Weiterentwicklung der Fidel (mittelalterliches Instrument), entstanden.

Ihr Klangkörper aus Holz mit gewölbter Decke und geschwungenen Zargen ist mit vier Stahlsaiten bespannt und wird mit einem mit Pferdehaaren bespannten Bogen gespielt. Mit dem Bogen kann über die Seiten gestrichen und gesprungen (spiccato) werden oder die Seiten werden mit den Fingern gezupft (pizzicato).

Mit ihrer strahlenden Klangfarbe spielt die Violine gerade in der Klassik und im Folk eine bedeutende Rolle. Zudem sorgt sie mittlerweile im Pop, Metal und im Rock für spannende Kontraste.

Beim Erlernen des Instrumentes erlangt man ein sensibles Gespür für die Tongenauigkeit und übt sich in Geduld.

Von unseren qualifizierten Instrumentalpädagogen bekommen Sie die richtige Bogen- und Geigenhaltung vermittelt.


Einstiegsalter: ab etwa 4 Jahren

Lehrkräfte: Livia Rosa, Angelika Bialas, Hans Helmut Desch, Sarah Hoek, Justyna Mrotzek, Barbara Rehklau, Galina Roreck, Daniela Sauerland

Weitere Informationen unter: “Das Team“

Viola (Bratsche)

Die Viola, auch Bratsche genannt (abgeleitet vom Namen viola da braccio) wird häufig fälschlicherweise als große Violine bezeichnet. Doch nicht nur von der Größe sondern auch von den Proportionen her weicht die Viola von der Violine ab. 

Ihr Saitenaufbau ist ein anderer, denn sie besitzt zwar auch 4 Saiten, aber anstatt der hohen E-Saite einer Violine, eine tiefe C-Saite und ist somit tiefer gestimmt.

Die Klangfarbe der Viola wird als kompakt, leicht melancholisch und etwas heiser beschrieben.

Gespielt wird die Viola im Streichquartett oder in Sinfonieorchestern, dort übernimmt sie oftmals die Alt-Stimmlage. Durch ihren vollen Klang ist sie beliebt in den Bereichen Klassik, Kammermusik und in der Volksmusik.

Von unseren qualifizierten Instrumentalpädagogen bekommen Sie unter anderem die Technik zur bestmöglichen Klangerzeugung und die optimale Haltung zur bequemen Spielweise vermittelt.


Einstiegsalter: ab etwa 7 Jahre

Lehrkräfte: Livia Rosa, Angelika Bialas, Hans Helmut Desch, Galina Roreck, Daniela Sauerland

Weitere Informationen unter: “Das Team“

Violoncello (Cello)

Das Cello ist das zweitgrößte Instrument der Streicherfamilie. Aufgrund des doppelt so langen Korpus, wie der einer Geige, wird das Cello auf dem ausziehbaren Stachel zwischen den Beinen abgestellt. Dadurch ist der optimale Resonanzraum für die tiefen und warmen Töne geschaffen.

Mit dem Cello kann somit eine Oktave tiefer als mit der Viola gespielt werden. Durch Streich- und Zupftechniken, die die Seiten in Schwingungen versetzen, in Verbindung mit dem Verkürzen der Saiten, durch den Druck der Finger auf dem Griffbrett, variieren die Klangfarbe und der Ton. Die Bogenführung der rechten Hand kann des Weiteren die Lautstärke und den Rhythmus beeinflussen.

Neben dem Zupfen der Saiten können auch Klangeffekte durch den Vibrato und der Spielweise Flageolett entstehen. Auch als Soloinstrument erlebt man das Cello, häufiger besetzt es jedoch die Tenorlage in Ensembles.

Auf dem Cello werden neben der Kammermusik- und Orchesterliteratur, die Epochen des Barock, der Klassik, der Romantik und der Musik des 20. Jh. gespielt.

Das Violoncello findet aber auch Anwendung in der Rock-Pop-Jazzmusik, berühmt geworden zum Beispiel durch das Quartett Apocalyptica.

Einstiegsalter: ab etwa 7 Jahren

Lehrkräfte: Sylwia Dabrowska, Stefana Lupu, Johanna Varner
Weitere Informationen unter: “Das Team“

Kontrabass

Der Kontrabass, im Volksmund auch Bassgeige genannt, ist mit etwa 1,80 bis 2 Metern das größte und damit auch das am tiefsten klingende der Streichinstrumente.

Mit dem Kontrabassbogen wird für die Tonerzeugung über die 3 bis 5 Saiten gestrichen oder die Saiten werden mit den Fingern der rechten Hand gezupft, dies geschieht sowohl im Sitzen als auch im Stehen. Wenn die Finger der linken Hand durch Druck auf das Griffbrett die Saiten verkürzen, entstehen unterschiedliche Töne.

Der Kontrabass wird im Jazz und in der Popmusik meistens gezupft, daher nennt man ihn auch den Vorläufer des E-Bass.

Weitere Genres in denen ein Kontrabass eingesetzt wird sind zum Beispiel: Rock‘n’Roll (als Slap Bass), Country, Blues, Klassik, Kammermusik.

Durch seine tiefen Bass-Töne dient der Kontrabass eher als rhythmisches und harmonisches Fundament im Ensemble, jedoch gibt es vereinzelt auch Lieder in denen er als Melodieinstrument eingesetzt wird.

Der italienische Dirigent und Kontrabassist Giovanni Bottesini (1821 bis 1889), schrieb sogar extra Werke für Solo-Kontrabass und erlangte großen Ruhm durch seine Virtuosität auf diesem Instrument.


Einstiegsalter: ab etwa 14 Jahren, da das Kontrabassspiel eine Mindestkörpergröße des Spielers sowie ausdauernde Kraft erfordert.

Lehrkräfte: Wiebke Klün
Weitere Informationen unter: «Das Team«